Geschichten und Meer

(Irrelevantes von den billigen Plätzen)

Ille Martialis

8 Kommentare

Heute, Jahre später, frage ich mich, ob Du das alles so geplant hattest. Die Schmeicheleien, die Vorspiegelung falscher Tatsachen, oder zumindest die kluge Umdeutung und das geschickte Weglassen der Wahrheit. Du schienst eine Stütze zu suchen, was mich wunderte, und auch heute noch, lange nachdem Du die Grenze überschritten hast, erhalte ich über Dritte und Vierte Nachrichten über Dich, und ich sehe, dass Du Deinen modus operandi nicht geändert hast. War es Absicht, oder traue ich Dir zu viel zu? Wie auch immer, Du hast mir etwas genommen, und es hat lange, sehr lange gedauert, bis ich es wieder bekam. Ich hatte nicht gedacht, dass das wenige, was ich besaß, Dir begehrenswert erscheinen könnte. Mir selbst war es ja nichts wert, bevor Du es mir genommen hattest. Vor allem aber war es etwas, das Du selbst schon besaßest. Es ging Dir also nicht ums Haben, vielmehr wolltest Du anscheinend eine unliebsame Konkurrenz ausschalten. Mein Fehler war wohl, dass ich uns gar nicht als konkurrierend wahrnahm. Es hat, das will ich nicht verschweigen, lange gedauert, bis ich die ersten Ungereimtheiten in Deinen Geschichten bemerkte. Ich war, wie ich heute weiß, nicht die einzige, die die Leerstellen, das Flickwerk und die geschickten Retuschen sah, aber damals wollte ich mir selbst nicht glauben.  

Der Unterschied zwischen Dir und mir ist, dass ich nahezu nichts brauche. Das „nahezu“ kannst übrigens nicht einmal Du mir nehmen

Autor: Geschichten und Meer

Kontakt: geschichtenundmeer@t-online.de

8 Kommentare zu “Ille Martialis

  1. Sich selbst nicht glauben wollen, liebe, ehrliche Bauchgefühle ausgeschaltet lassen, erzeugt mitunter Bitterkeit. Diese sollte man unbedingt in Lebensfreudkanälchen umwandeln können müssen. Sonst gibt es Staus und künstliche Talsperren der weiteren Lebensführung. Ich hoffe, all das steckt im „nahezu“ !?

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  2. manchmal muss man sich halt was erst mal nehmen lassen, um es wertschätzen zu können, manchmal tut es weh, bevor man was kapiert. .all the,best!

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  3. Kenne jetzt nicht die ganze Geschichte und gehe davon aus, dass es um jemanden geht, den (oder die?) ich nicht kenne, Alles Gute wünsche ich Dir jedenfalls – es ist nicht immer einfach, missbräuchliches Verhalten zu durchschauen, vor allem, wenn das Umfeld es auch nicht durchschaut.

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  4. Ich glaube, «Schlafen werden wir später» von Zsuzsa Bánk könnte Dir von der Sprache her gefallen.

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