Geschichten und Meer

Hasenbrot

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Wenn mein Großvater „über Land ging“, was er als freier Handwerker mit einem Ein-Mann-Betrieb gelegentlich tat, um Reparaturen in einem Nachbardorf oder sogar in der Kreisstadt auszuführen, dann nahm er sich natürlich Proviant mit. Proviant bestand in seiner Welt aus Wurstbroten, Kaffee und – sofern vorhanden – etwas Obst aus dem eigenen Garten. Was davon übrig blieb, bekamen die Kinder zum Abendbrot. Als diese, damals noch sehr klein,  einmal fragten, wo denn das schon belegte Brot herkomme, sagte mein Großvater, die Hasen hätten es ihm geschenkt, und deshalb heißt übrig gebliebenes Brot in meiner Familie „Hasenbrot“. Auch seine Enkel waren übrigens als Kinder fest davon überzeugt, dass Hasenbrot  sehr viel besser als jedes andere Brot schmecke. Das ging so weit, dass wir unseren Proviant auf Wanderungen nicht aufaßen, sondern ein Stück zurückbehielten, um es zu Hause als Hasenbrot essen zu können.

Auch Caroline Caspar weiß vom Hasenbrot.

(Keine Geschichte vom See, denn am See regnet es, und deshalb blieben das Brot und alles andere heute zu Hause.)

5 Kommentare zu “Hasenbrot

  1. Hasenbrot ist mir ebenfalls ein vertrauter Begriff – er steht auch im Duden, mitsamt Erklärung, warum es so heißt.

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  2. Hasenbrot heißt bei uns der Reiseproviant auch

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